Tausend strahlende Sonnen.

Hey Ihr!
Ich weiß nicht, ob ich mich freuen oder weinen soll. Heute bin ich länger zur Schule gefahren, als dagewesen zu sein, weil nach der dritten Stunde die Schule aufgrund der Wetterverhältnisse ausgefallen ist, ich aber erst zur 3. hatte. Ja okay, ich freue mich schon über den freien Tag, es war trotzdem einfach unnötig, überhaupt aufzustehen und loszufahren. Noch dazu wären wir fast in einen Graben gerutscht, aber das ist eine andere Geschichte.
Jetzt hoffe ich darauf, dass die Schule morgen auch ausfällt, dann habe ich wenigstens kein Problem damit, zu entscheiden, ob ich hingehen soll oder nicht, haha. Früher wäre ich einfach nicht hingegangen, aber in der Oberstufe verpasst man einfach zu viel.
Gut für meinen Blog ist die dazugekommende Zeit, denn so kann ich mal wieder ein paar Posts vorbereiten, zu mal ich ab Freitag mit Pia nach Dänemark fahre ♥

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Schon lange hatte ich vor, euch mein Lieblingsbuch vorzustellen und da kam mir die Blogparade von Jennifer gerade Recht! Zugegeben, ich habe den Abgabetermin verfehlt, vielleicht habe ich trotzdem noch Glück. Wenn nicht ist das ja auch nicht so schlimm.

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Mein Lieblingsbuch habe ich das erste Mal im Alter von ungefähr 14 Jahren gelesen und noch nie hat mich ein Buch so mitgenommen wie dieses. Wirklich, ich saß mit diesem Buch auf meinem Bett und habe geheult wie sonst was. Das ist eigentlich nicht meine Art, aber dieses Buch kann einfach Emotionen wecken.
Damals hatte ich es mir dauernd in der Bücherei ausgeliehen und erst seit kurzer Zeit gehört ein Exemplar mir. Gute Bücher kann man nicht nur lesen, man muss sie besitzen. Mein Buchschrank ist meine geheime Schatztruhe.
Wie dem auch sei, beim letzten Lesen musste ich nicht mehr weinen, vermutlich auch, weil ich das Buch und den Ausgang auswendig kenne. Ich will nicht zu viel verraten, falls ihr es nicht kennt, aber es gibt einige Stellen, die einfach furchtbar sind.

In dem Buch geht es auch um ein sehr schweres Thema, nämlich die Unterdrückung des Volkes durch die Taliban in Afghanistan. Durch den strengen Glauben der Taliban wurde Frauen fast alles verboten, während Männer noch glimpflich davonkamen.
Da das Thema sehr komplex ist, möchte ich darauf nicht weiter eingehen, aber ihr könnt euch zumindest vorstellen, warum das Buch nicht besonders fröhlich ist.

Ich habe euch einige Textstellen herausgesucht und (mit Photoshop naürlich) markiert.

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Dreimal dürft ihr raten, wie meine Lieblingscharaktere heißen. ;)

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Ungefähr so sieht es momentan bei uns aus. (Jedenfalls wenn Schnee fällt)

Tuesday Together: Motivation

Hey Ihr!
Für meine Tuesday Together Reihe habe ich mir ein etwas anderes Konzept einfallen lassen, um Blogger und Leser mehr einzubeziehen.
Heute fange ich zusammen mit Nadine an und gebe euch einen Einblick in das Projekt.

Eigentlich ist es ganz simpel. Ich schreibe Blogger an, die sich gemeldet haben oder deren Blog mir sehr gut gefällt und frage sie nach ihren Gedanken zu einem bestimmten Thema.
Zusammen mit einem oder mehreren Bloggern stelle ich dann das Thema auf meinem Blog vor und würde mir wünschen, daraus eine Diskussion/Meinungssammlung entstehen zu lassen.
Das heißt, ich wünsche mir eure Gedanken zu dem jeweiligen Thema als Kommentar ♥

Das allererste Thema ist Motivation in allen Lebenslagen.

We were wasted.

Motivation ist für mich immer ein schwieriges Thema.
Je nach Situation, in der ich mich befinde, brauche ich lange, um aus einem Motivationsloch zu kriechen und dann gibt es Tage, an denen es kein Problem ist und ich nur so vor lauter Euphorie platze.
Das erste, was ich mache, wenn ich unmotiviert bin und so viel zu tun habe, ich schreibe eine Liste.
Ich bin sowieso total der Listen-Mensch. Diese Liste wird dann aber nicht wahllos mit Kugelschreiber auf irgendein Fetzen Papier gekritzelt, im Gegenteil, ich achte immer darauf, auch diese kleinen Alltagsstützen so zu gestalten, dass ich sie mir gerne anschaue.
Dadurch fällt es mir viel leichter, diese Dinge auf der Liste auch abzuarbeiten und zu erledigen.
Ich benutze verschiedene Farben und Formen, um Dringlichkeit oder benötigte Zeit hervorzuheben.
Manchmal erstelle ich sogar eine Grafik mit Photoshop, nur damit ich einen Grund habe, immer wieder auf die Liste zu schauen, weil sie mich Zeit gekostet hat und mir gefällt. (Ich weiss, in der Zeit, in welcher ich mir eine Liste bastle, hätte ich die Hälfte davon bereits erledigt.)

no excuses
Ihren Lieblingsspruch hat Nadine von ihrem Freund - und verbindet damit mittlerweile viel.

"Es gibt kaum Entschuldigungen dafür, dass man Dinge nicht erledigt hat, die man hätte tun sollen.
Vor allem gibt es keine Entschuldigungen dafür, wenn man Dinge nicht gemacht hat, die man liebt und für die man lebt.
Ich zum Beispiel habe schon seit Wochen nicht mehr fotografiert und obwohl ich nach Ausreden suche, warum mein Schätzchen im Expedit-Regal verstaubt, finde ich keine.
Hobbys und Freizeitbeschäftigungen, welche einem gut tun, welche einem Spaß bereiten, muss man unbedingt nachgehen, ansonsten wird es auch mit den Dingen nichts, welche man erledigen muss."

Das waren Nadines Gedanken zum Thema Motivation.
Schaut euch auf jedenfall ihre Kategorie "Digital Art" an!

Motivation

  • motivierende Songs hören (für mich zum Beispiel momentan Radioactive von Imagine Dragons)
  • motivierende Sprüche (wie die von Weheartit und For you³)
  • Eine Auflistung von guten Dingen, die am Tag passiert sind oder bald passieren werden (Ferien, Veranstaltungen etc.)
  • Es tut gut, so etwas aufzulisten, denn all die kleinen Dinge geraten sonst so schnell in Vergessenheit, obwohl sie so glücklich machen können.

Generell ist es einfach wichtig, dass man sich neben all dem Alltagsstress jeden Tag ein bisschen Zeit für sich nimmt, in der man entspannen kann. Ich plane meine Woche so, dass ich nicht zu viele Termine auf einmal habe, sondern immer Pausen zwischendrin. 
Wenn ich zu viel zu tun habe, blockiert mich der Stress einfach so sehr, dass ich überhaupt keine Motivation mehr habe.
Ansonsten motiviert es mich schon, wenn ich viele schöne Dinge vorhabe. Wenn ich dann keine Lust auf Mathenachhilfe habe, kann ich mir sagen: "Hey, das ist nur eine Stunde und danach kannst du ausspannen!"
Natürlich muss Entspannung nicht zwangsläufig ein heißes Bad oder ein gutes Buch heißen, auch Sport oder ein Treffen mit Freunden lenkt von Stress ab und macht glücklich. (Auch wenn man vorher keine Lust hatte, sich aufzuraffen.)


Jetzt möchte ich von euch wissen:
Wie geht ihr mit eurer Motivation um? Was motiviert euch?



[Tutorial] Gfc Follower Gadget gestalten/verändern

03 März 2013 | | 10 Kommentare
Hey Ihr,
Endlich gibt es mal wieder ein Tutorial für euch!
Schon lange habe ich versucht, mein Google Friend Connect (GFC) Widget zu verändern, aber es hat nie funktioniert. Dann bin ich auf den Code von Nathalie gestoßen. Sie erklärt anhand eines kurzen Tutorials, wie man den Code benutzen kann, ich erweitere das Tutorial noch damit, was einzelne Teile des Codes bewirken und was man verändern kann.
Also, lasst uns loslegen!

Als Erstes müsst ihr den Seitenquelltext eures Blogs öffnen. Dazu geht ihr auf euren Blog und klickt nach einem Rechtsklick auf 'Seitenquelltext anzeigen'.
Öffnet ein Suchfenster und gebt "Div-" ein. Der Strich ist wichtig! Nun sollten ihr den Abschnitt wie auf dem Bild unten vor euch haben. Sucht nun eure DIV ID und SITE ID und speichert diese ab.

Nun kommt der Code ins Spiel. Eure DIV ID und SITE ID müsst ihr hier nur noch an den vorgegeben Stellen einfügen.

<!-- friend connect -->
<script type="text/javascript" src="http://www.google.com/friendconnect/script/friendconnect.js"></script>
<div id="div-1k5rleeknvgwd" style="width:260px;border: none;">
</div>
/* Change with you blog's div id*/
<!-- Render the gadget into a div. -->
<script type="text/javascript">
var skin = {};
skin['FACE_SIZE'] = '32';
skin['HEIGHT'] = "";
skin['TITLE'] = "";
skin['BORDER_COLOR'] = "transparent";
skin['ENDCAP_BG_COLOR'] = "transparent";
skin['ENDCAP_TEXT_COLOR'] = "#000000";
skin['ENDCAP_LINK_COLOR'] = "#000000";
skin['ALTERNATE_BG_COLOR'] = "transparent";
skin['CONTENT_BG_COLOR'] = "transparent";
skin['CONTENT_LINK_COLOR'] = "#000000";
skin['CONTENT_TEXT_COLOR'] = "#000000";
skin['CONTENT_SECONDARY_LINK_COLOR'] = "#000000";
skin['CONTENT_SECONDARY_TEXT_COLOR'] = "#a3a3a3";
skin['CONTENT_HEADLINE_COLOR'] = "#4e4840";
skin['FONT_FACE'] = "normal normal 13px Arial, Tahoma, Helvetica, FreeSans, sans-serif";
skin['NUMBER_ROWS'] = '2'; /* Change the number to control number of rows*/
google.friendconnect.container.setParentUrl('/' /* location of rpc_relay.html and canvas.html */);
google.friendconnect.container.renderMembersGadget(
{id: 'div-1k5rleeknvgwd', /* Change with you blog's div id*/
site: '18018202288772692983' }, /* Change with your blog's site id*/
skin);
</script>
<!-- friend connect -->

Um euch zu zeigen, welche Abschnitte was bewirken, habe ich sie hier grün werden lassen und euch den passenden Abschnitt dazugeschrieben.

Die Breite des Widgets könnt ihr hier ändern:
Ganz oben beim style width



Wieviele Reihen des Widgets angezeigt werden sollen hier:

skin [NUMBER ROWS] ganz unten

Texte könnt ihr hier ändern:
CONTENT TEXT COLOR: Sie sind bereits Mitglied
CONENT HEADLINE COLOR: Mitglieder(xxx)




Leider ist es nicht möglich, die Farbe des blauen Balkens "Mitglied dieser Site werden" zu verändern. Alternativ könnt ihr eine Grafik dafür erstellen und verlinken (und ins Layout als Html Widget einbauen).
Für euch habe ich diesen Button gestaltet, den ihr gern benutzen dürft (alternativ auch in anderen Farben, fragt einfach nach!)




Code dafür:
ROT:
<a href="http://www.blogger.com/follow-blog.g?blogID=DEINE ID" target="_self"><img src="http://i46.tinypic.com/k4jcbk.png" border="0" alt="Image and video hosting by TinyPic"></a>

BLAU:
<a href="http://www.blogger.com/follow-blog.g?blogID=DEINE ID" target="_self"><img src="http://i49.tinypic.com/8yxkdw.png" border="0" alt="Image and video hosting by TinyPic"></a>

Ich hoffe, euch gefällt das Tutorial. Falls irgendwelche Fragen aufkommen, her damit!


1270 words - 1 Meaning: Always keep fighting.

20 Februar 2013 | / | 20 Kommentare

Ich habe lange überlegt, ob ich das hier veröffentlichen soll, weil es doch sehr privat ist und komisch, darüber zu schreiben. Andererseits habe ich es wirklich kurzgefasst und nicht detailliert beschrieben. Mehr möchte ich dazu erst einmal nicht sagen - lest es euch durch und schreibt mir euren ersten Eindruck.

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Mit 17 änderte sich ihr Leben für immer.
Sie war seit drei Monaten in Amerika für einen Austausch.
In letzter Zeit fühlte sie sich komisch, konnte aber nicht beschreiben, wie. Ihr war oft schwindelig und sie kam sich vor wie in einer Seifenblase.
Sie saß am Lunch-Tisch und ihr wurde plötzlich schwarz vor Augen. Dies wiederholte sich eine lange Zeit, ohne dass sie es irgendeiner Vertrauensperson erzählte.
Sie hatte Angst, es wäre Einbildung. Dass sie verrückt werden würde. Vielleicht war sie einfach übermüdet. Denn müde war sie immer. Und durstig. Manchmal zitterte sie einfach am ganzen Körper.
Bis die Erkältung kam, sagte sie nichts.
Doch dann, mit schmerzenden Bronchien, hielt sie es nicht länger aus.
Beim Arzt sagten sie, dies könne von der Erkältung kommen. Sie versuchte, ihnen zu glauben, während ihr Kopf bereits Szenarien durchging. Was, wenn sie etwas Schlimmes hatte?
Sicherheitshalber wollten die Ärzte ihr Blut abnehmen.
Sie sah alles nur noch durch einen langen Tunnel und bekam Fruchtsaft hingestellt. Trinken sollte sie, dann würde es besser werden. Dann lag sie in einem leeren Arztzimmer, ihre Gastmutter hielt ihre Hand. Es dauerte einige Zeit, bis ihr Kopf nicht mehr brummte und sie aufstehen konnte.

Die Erkältung dauerte an. Während der Schnupfen und Husten verschwand, wurde das Gefühl, in einer Seifenblase zu schweben, stärker. Sie fühlte sich unreal. Es war beängstigend.
Ab und zu hatte sie Filmrisse, saß im Bett und wusste nicht, was sie die Stunde davor gemacht hatte, war vermutlich einfach eingeschlafen.
Das kommt vom Hustensaft, sagten sie.
Mittlerweile hatte sie Angst, abends ins Bett zu gehen, weil sie so schwach war, dass sie Angst hatte, nie wieder aufzuwachen.
Ihre Eltern und Freunde nie wiedersehen würde. Was dann? Verzweiflung in jeder Pore.
Auch wenn sie in ihrer Gastfamilie gut aufgehoben war, so sehnte sie sich nach Zuhause. Ihren Eltern hatte sie nicht alles erzählt, weil sie einfach nicht wollte, dass sie sich Sorgen machten. Sie weinte erst, wenn die Eltern aufgelegt hatten.

Nachdem es ihr nicht besser ging, kaufte ihre Gastmutter Nährstoffshakes, in der Hoffnung, sie damit aufpäppeln zu können. Dürr war sie geworden, schwach. Sie lag den ganzen Tag im Bett und trank die Shakes.
Abends dann wurde ihr so schwindelig, dass sie nicht mehr nach oben gucken konnte, es war zu anstrengend. Ihr Atem ging schnell und flach.
Sie hyperventilierte, erklärte der Arzt im Krankenhaus.
Sie bekam eine Tüte, in die sie hineinatmen musste – wie in den Filmen. Außerdem wurde sie an einen Monitor angeschlossen, der sie überwachte. Soweit schien alles in Ordnung zu sein, bis der Arzt ihren Blutzucker testete.
Endlich hatten sie einen Anhaltspunkt – der Blutzucker war viel zu hoch.
Vielleicht Diabetes mellitus, sagten die Ärzte.
Es war ihr egal was, Hauptsache sie konnte damit leben, wieder gesund werden.
Das hatte sie sich geschworen, darauf gehofft, ab und zu sogar gebetet.
Noch nie hatte sie einen größeren Wunsch vor Augen gehabt.

Am nächsten Tag wurde ihr erneut Blut abgenommen, ihr wurde erneut schwarz vor Augen, sie überstand es erneut.
Danach bekam sie ein Blutzuckermessgerät und ihr wurde erklärt, wie es funktionierte. Sie sollte eine Woche ihren Blutzucker messen und ein Tagebuch darüber schreiben. Außerdem wurde ihr erzählt, sie solle versuchen, auf Kohlenhydrate zu verzichten.
(Was, wie sie heute weiß, vollkommener Quatsch war. Aber woher sollte sie es damals wissen?)
Aufgeklärt, was Diabetes überhaupt genau war, wurde sie nicht. Den einzigen Anhaltspunkt bot ihr das Internet, in dem sie auf Gruselgeschichten stieß. Kein Wunder, dass sie dauernd unterzuckert war, wenn sie keine Kohlenhydrate zu sich nahm.
Sie fühlte sich dann jedes Mal so, als wäre sie einen Marathon gelaufen.
Jeder einzelne Muskel in ihrem Körper brannte und verlangte nach Zucker. Ihr war schummrig und ihre Knie zitterten unkontrolliert. Und das eine Woche lang, dauernd.

Als sie das Blutzuckertagebuch abgab, wurde ihr gesagt, dass sie mit diesen Werten gar kein Diabetes haben könne.
Also zersprang ihre Hoffnung erneut, zerschellte an den Worten des Arztes.

Das Seifenblasengefühl wurde wieder präsenter, als sie wieder normal aß.
Die Ärzte einigten sich darauf, einen Glucose Test durchzuführen. Ihr wurde fünfmal an diesem Tag Blut abgenommen, nach dem ersten Durchgang musste sie puren Zucker trinken. Es brannte in ihrem Hals und in ihrem Magen, da sie nüchtern zum Arzt kommen musste. Nun sollte eine Stunde vergehen, bis man ihr erneut Blut abzapfte. Sie setzte sich also ins Wartezimmer und wartete.
Nach zehn Minuten fing sich der Raum an zu drehen, immer schneller. Sie wurde in ein Krankenzimmer gebracht, in dem sie dann lag und die Augen nicht zumachen durfte. Immer noch drehte sich alles und sie hatte wirklich das Gefühl, das könnte es nun gewesen sein.
Es war kein Witz, als sie dachte, dass sie gleich sterben würde. Sie hatte Todesangst in ihrer Seifenblase.
Ihre Gastmutter fuhr sofort zu ihr und hielt wieder ihre Hand. Das einzig Positive an der ganzen Sache war, dass ihr Blutzucker so hoch war, dass sie auf jedenfall Diabetes hatte und nichts anderes wie vermutet.
Trotzdem war dieser Tag einer der Schlimmsten in ihrem Leben.

Völlig entkräftet saß sie dann zuhause auf dem Sofa und so komisch es war, sie war erleichtert.
Mittlerweile hatte sie einigen Menschen von dem Verdacht erzählt und konnte ihn nun bestätigen.
Die Nachrichten an sie zurück drückten aus, was sie fühlte: Und jetzt?
Jetzt wollte sie endlich, dass es bergauf ging.
Leider ließ das auf sich warten. Sie bekam zwar einen Insulin Pen, mit dem sie sich Insulin spritzen konnte, allerdings eine zu geringe Dosis. Natürlich ging es ihr dadurch nicht besser. Ihr wurde noch häufiger schwarz vor Augen und sie bekam mittlerweile sogar Panikattacken, da ihr Körper vollkommen verwirrt war, ob es ihm nun gut ging oder nicht.
Erst hielt sie es aus, aber die Panikattacken wurden so schlimm, dass sie kaum noch zur Schule gehen konnte. Dadurch, dass sie nur im Haus war, konnte sie auch ihre Muskeln nicht mehr aufbauen.
Sie war geistig und körperlich einfach am Ende.
Und als die Schulärztin zu ihr meinte, sie solle nach Hause fliegen, da sie in "Germany" sicher fortgeschrittener waren, fasste sie einen schweren Entschluss.
Ein Auslandsjahr war so lange ihr Traum gewesen und genau diesen musste sie nun aufgeben. Es war vollkommen klar, dass sie so nicht weiterleben konnte, trotzdem nahm sie dies noch zusätzlich mit.
Sie hatte das Gefühl, ihr Leben wäre zerstört und würde sich nie wieder aufbauen lassen.

Als sie an Weihnachten schließlich Zuhause ankam und im Auto saß, war sie einfach nur müde.
Doch jetzt konnte sie beruhigter schlafen.

Nach zwei Tagen musste sie erneut umziehen – in die Uniklinik.
Endlich wurde sie richtig eingestellt und bekam eine Diabetesschulung. Dabei entdeckte auch eine Therapeutin die Angsterkrankung sowie eine Blutphobie als posttraumatisches Erlebnis.
Jeder der Ärzte war verständnisvoll, andere Menschen eher weniger.
Es war ihr zu kompliziert, die Panikattacken und die Auslöser zu erklären, außerdem fiel es ihr schwer, überhaupt über diese Erlebnisse zu sprechen.
Als die Attacken so schlimm wurden, dass sie sich nicht mal mehr aus dem Haus traute, kam sie erneut in die Klinik, diesmal jedoch auf eine psychosomatische Station.
Langsam machte sie Fortschritte und holte sich ihr Leben nach und nach zurück.
Sie konnte lange Zeit den Druck und Stress des Alltags nicht ab, doch langsam findet sie dahin zurück.
Manchmal kommen die Panikattacken wieder und es geht ihr schlecht, aber sie schafft es jetzt besser, sich aus einem dunklen Loch herauszuholen.
Bis all diese Erinnerungen überwunden sind, wird es noch dauern.

Doch sie weiß jetzt, wie stark sie ist. Sie weiß jetzt, dass man immer wieder aufstehen kann, wenn man am Boden lag und sie weiß, dass nach jeder schlechten Phase wieder eine Gute folgt.
Das Kämpfen lohnt sich – jeden Tag.