Wir befinden uns mitten in einem Wandel, dem Aufbruch in einen neuen Lebensabschnitt.
Schule und alles was dazugehört ist nach 13 Jahren entgültig vorbei und der Abschied ist komisch.
Noch hängen wir aneinander wie Kletten, aber bald zerstreut es uns in alle vier Himmelsrichtungen und auch wenn das nicht bedeutet, dass man sich vollkommen aus den Augen verliert, so ist es doch ein kleiner Abschied.
Ein Abschied von einer Zeit, während der wir uns (fast) jeden Tag gesehen haben und man nur mal kurz fahren musste, um sich zu sehen.

Und es gefiel mir so, wie es (noch) ist.
Ich will nicht erwachsen werden, ich will keinen komplett neuen Freundeskreis, ich will kein neues Zimmer und ich will gar nicht weg aus dem Norden.
Das heißt jetzt natürlich nicht, dass ich am Liebsten für immer bei Mutti wohnen würde, aber die Vorstellung, ab Oktober weit weg von allen zu studieren, fällt mir wirklich schwer.
Diese Zeit vor und nach dem Abitur verging so schnell, es kommt mir vor, als wäre gerade erst April gewesen, wo wir die erste Schriftliche vorbereitet haben.
Da dachte ich, dass es bis Oktober Ewigkeiten sind, nun sind es nur noch 79 kurze Tage, die ich in der Heimat verbringe.
Ich sitze in meinem Zimmer und denke mit Wehmut daran, dass dieser Raum bald nicht mehr mein liebster Rückzugsort sein wird, sondern viel mehr meine Absteige, wenn ich mal mein altes Zuhause besuche.
Daran, dass ich meinen Opa, meine Eltern und meine Freunde nicht mehr jede Woche sehen kann, wann immer ich mag.
Daran, dass ich bald nicht mehr bei offenem Fenster der Klavierspielerin von Gegenüber lauschen und keine Rehe auf den Feldern beobachten kann.
Daran, dass...

Ihr seht, so langsam aber sicher realisiere ich erst, dass ein neuer Lebensabschnitt beginnt und ihr merkt vielleicht, dass mir Veränderungen nicht besonders gut gefallen.
Ich bin mir sicher, dass ich mich kurz vor Oktober dann doch wieder auf neue Herausforderungen freuen und diese wie immer meistern werde, aber bis dahin ist mir eher melancholisch zumute und ich möchte die restliche Zeit so gut es geht ausnutzen.
Wie sieht/sah es bei euch nach dem Abitur aus?
Fiel es euch leicht, in den neuen Lebensabschnitt zu starten oder zweifelt ihr vielleicht auch gerade ein wenig?
Erzählt mir doch von euren Erfahrungen, wenn ihr mögt.
Eine sichtliche Veränderung möchte ich euch heute zeigen, wer mir bei Instagram (@journeytoherdreams) folgt, weiß bereits Bescheid:
Gleich nach dem Abiball kamen die langen Haare ab, das war eine schwere, aber bitter nötige Entscheidung und obwohl ich das nicht erwartet hätte, gefällt mir diese Veränderung sehr gut!
Was haltet ihr von meinem neuen Longbob?

























