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Wenn das Leben glücklich macht.


Als ich vor fast vier Jahren in einem Flugzeug nach New York saß, malte ich mir das kommende Auslandsjahr aus: aufregend, voller Abenteuer, eine High-School wie aus den amerikanischen Filmen mit großem Abschlussball und der Wahl zur Promqueen, neue Freunde, ein neues Leben in 10 Monaten.
Eine große Chance, ein Leben neu und vielleicht noch besser aufzubauen.

Natürlich konnte ich nicht ahnen, dass sich meine Zukunft ganz anders gestalten würde - nicht so unbeschwert und vergnüglich, wie die Zeit in dieser Altersphase üblicherweise ablaufen sollte.
Mir wurden drei Jahre genommen, in denen ich zwar existierte und auch kämpfte, aber nicht richtig lebte.

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Manchmal fehlen mir diese Jahre.
Jahre, in denen das Schlimmste, was passieren kann, schlechte Noten, Liebeskummer oder Stress mit Freunden bedeutet.
Jahre, in denen man Fehler machen konnte, sich austoben durfte und kaum Konsequenzen tragen musste.
In denen noch nicht so viel über die Zukunft nachgedacht wurde, weil sie Meilenweit weg erschien.

Doch wenn ich jetzt darüber nachdenke, dann ist es okay, dass ich diese Jahre nicht voll ausschöpfen konnte.
Die Vergangenheit lässt sich nicht ändern, wohl aber mein Leben im Jetzt.

Und ich bin glücklich darüber, wie mein Leben sich wieder zum Guten verwandelt hat.
Vor 3 Jahren habe ich noch versucht, jeden Tag daran zu denken, dass es eines Tages so werden könnte, wie es jetzt ist.
Dieses positive Wissen hat mich durch jede schwere Phase begleitet - mein Leben wird wieder glücklich sein.

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Vor gar nicht so langer Zeit habe ich endlich nach vorne geschaut und gemerkt, dass ich angekommen bin.
Mein Leben ist nicht perfekt, aber es macht mich glücklich - es macht mich glücklich, zu leben.







Agoraphobie 2.0 - Mein Kampf gegen die Angst

Schon oft habe ich versucht, mit Worten zu beschreiben, wie sich die letzten 3 Jahre für mich angefühlt haben.
Die Reaktionen der Leser zeigten mir zwar, dass meine Worte ankamen und verstanden wurden, für mich ist dieses Kapitel jedoch noch nicht abgeschlossen.

Es gibt immer noch Dinge und Situationen, die ich langsam oder anders angehen muss und mir fallen dabei immer wieder neue alte Erinnerungen ein, die ich verdrängt hatte.
Jetzt könnte man meinen, diese Erinnerungen gingen keinen etwas an, aber ich habe keine Angst, darüber zu reden oder zu schreiben, tatsächlich hilft es mir, mich und meine Psyche in bestimmten Situationen noch besser verstehen zu können und auch meinem Umfeld begreiflich zu machen, warum ich so fühle wie fühle.

Während meine beste Freundin mich bereits „Xtreme Rebel Lea 2.0“ nennt, weil ich frei von Panikattacken bin und wieder jede Situation meistern kann, die mir unüberwindbar vorkam, muss ich mir oft ins Gedächtnis rufen, wie viel ich tatsächlich erreicht habe.
Denn natürlich ist da immer noch ein bisschen Angst übrig, die ich bändigen oder einfach über mich ergehen lassen muss und sei es auch nur dieses blöde Herzrasen, obwohl ich eigentlich gar nicht so aufgeregt bin, wie mein Körper wieder tut.
Mittlerweile kann ich meistens darüber lachen, wenn mein Körper mal wieder Gefahr wittert, wo absolut keine ist, aber das war nicht immer so.

Wie sind diese Panikattacken überhaupt entstanden?
Meine Therapeutin hat mir das so erklärt:
Jeder Mensch hat mehr oder weniger stark ausgeprägte Urinstinkte, die wir von unseren Vorfahren übernommen haben.
Eine davon ist der natürliche Fluchtinstinkt, wenn Gefahr droht.
Stresshormone werden ausgeschüttet, darunter Adrenalin: Puls und Blutdruck steigen an, Muskeln werden angespannt, der Atem geht schneller und das Gehirn stellt sich auf das Wesentliche ein: Bereit für den Kampf oder die Flucht.

Alles begann ungefähr im September 2011, ich war gerade als Austauschschülerin in den USA.
Anfangs fühlte es sich an wie eine normale Erkältung.
Ich war immer müde, schlapp, mir war oft schwindelig und das Atmen fiel mir schwer, dazu kam, dass ich manchmal am ganzen Körper zitterte und mir schwarz vor Augen wurde.
Lange nahm ich das einfach so hin, weil die Ärzte mir eintrichterten, das käme von der Erkältung und dem ungewohnten Umfeld. Bald würde es mir sicher besser gehen.
Stattdessen wurde es schlimmer.
Bei jeder Blutabnahme fiel ich in Ohnmacht (wobei ich mich immer noch frage, was die Ärzte mit dem Blut angestellt haben), ich war morgens zu kraftlos, um zur Schule zu gehen und manchmal saß ich auf meinem Bett und wusste nicht mehr, was ich die Stunde zuvor getan hatte. Erinnerungslücken.

Ich fürchtete mich, abends schlafen zu gehen, weil ich Angst hatte, nicht mehr aufzuwachen.
Ein unwirkliches Gefühl begleitete mich, als würde ich in einer Seifenblase stecken und mich von oben herab beobachten.
Ich dachte, ich würde verrückt werden, weil ich mir all das laut der Ärzte nur einbilden würde.

Vermutlich begannen die Panikattacken bereits dann, aus dem einfachen Grund, da mein Körper so geschwächt war und es mir so schlecht ging, dass er die Gefahr nicht mehr richtig einordnen konnte.
So einfach entsteht eine Angststörung.

Nun war mir natürlich nicht bewusst, dass das, was ich durchmachte, auch noch von Panikattacken gespickt war.
Ich musste zu dieser Zeit oft aus dem Unterricht, da mir wieder schwarz vor Augen geworden war und das eine Panikattacke ausgelöst hatte.
Es verging kein Tag, an dem meine Gastmutter mich nicht früher abholen musste.

Diagnose: Diabetes Typ 1
Da ich außerdem immer weiter abnahm, kaufte mir meine Gastfamilie in ihrer Verzweiflung Nährstoffshakes und diese kleinen Flaschen mit blauem Deckel markieren für mich den ersten Wendepunkt meiner Geschichte.
Es war wieder einer dieser Tage, wo ich den ganzen Tag im Bett gelegen und an die Decke gestarrt hatte, um dem Schwindel zu entkommen.
Ich konnte ja nicht ahnen, dass der Schwindelanfall, der auf den Nährstoffshake folgte, alles in den Schatten stellte.
Woran ich mich erinnern kann, ist, dass sich der Raum drehte und ich verzweifelt versuchte, meine Augen offen zu halten, was mir nicht gut gelang.
Ich bekam keine Luft und hyperventilierte, mein Gastvater trug mich ins Auto und wir fuhren ins Krankenhaus, dazu noch eine ganze Reihe an Eindrücken und Emotionen, die ich nicht beschreiben kann.
Im Krankenhaus musste ich in eine braune Tüte atmen, mein Blut wurde untersucht und eine ganze Reihe an Tests folgten.
Komisch, dass ich mich daran erinnern kann, wie meine Gastmutter und ich anfangen mussten, zu lachen, als ich dort mit der blöden Tüte saß und endlich eine Diagnose bekam: Diabetes Typ 1.

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Damals: Mit Rollstuhl bei Abraham Lincoln am Flughafen posieren 

Ich wurde falsch behandelt
Klar, könnte man denken. Erleichterung. Endlich würde es bergauf gehen.
Nach einem üblen Glukosetoleranztest, es war der schlimmste Tag meines Lebens, war klar, dass die Diagnose stimmte. Nach 2 Monaten, in denen es mir so dreckig ging, dass ich nur im Bett liegen konnte, aber mir angeblich alle Beschwerden nur eingebildet hatte.
Leider wurde es nicht besser, da ich trotz der Diagnose falsch behandelt wurde, nämlich wie ein Typ 2 Diabetiker mit einer strengen Diät, die selbst hier bei uns in Deutschland so nicht mehr üblich ist.

Der Entschluss, endlich nach Hause zu fliegen, war nicht einfach und ich habe mich lange dagegen gesträubt, meinen Traum „Auslandsjahr“ aufzugeben, aber die Verzweiflung meinerseits war einfach zu groß.
Ich traute mich nicht mehr aus dem Haus, ich war zu schwach, um im Stehen zu duschen und ich nahm immer weiter ab, obwohl ich die Diät nicht mehr befolgte.

Ich musste viel neu lernen
Psychisch und physisch am Tiefpunkt kam ich in Deutschland an und verbrachte sehr viel Zeit im Krankenhaus.
Ich musste lernen, meinen Alltag mit Diabetes zu managen, die Panikattacken zu bändigen und wieder entspannen zu können.
Ich musste Mut aufbringen, um wieder aus dem Haus zu gehen, meine Muskeln aufzubauen und in Menschenmassen nicht den Kopf zu verlieren.

Ich konnte nicht mal zehn Minuten spazieren gehen, ohne völlig fertig zu sein.
Ich hielt die großen Pausen in der Schule nicht aus und verbrachten diese oft auf der Toilette oder in einer ruhigen Ecke.
Ich konnte nicht einfach in die Stadt oder ins Kino, weil mir große Plätze Angst machten.
Ich war lange Zeit sehr angespannt, konnte keine fünf Minuten still sitzen und ertrug nur so viel körperliche Nähe wie zu einer kurzen Umarmung nötig war.

Und das sind nur einige der Dinge, für die ich kämpfen musste und auf die ich zurückblicke, wenn ich mal wieder unzufrieden über meine Leistungen bin.
Denn sicher ist: Ich habe eine Menge erreicht und kann stolz auf mich sein.
Was ich anderen (vielleicht) wiederum voraushabe, ist, dass ich weiß, wofür es sich zu kämpfen lohnt und ich jeden Tag mit der Gewissheit aufstehe, dass ich alles schaffen kann, wenn ich es nur will.

In meiner Geschichte bin ich die Gewinnerin.







Die letzten drei Jahre - der Kampf gegen die Agoraphobie.


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Besonders jetzt, zu einer Zeit, wo sich wieder alles ändern wird, denke ich oft an die letzten drei Jahre zurück.

Drei Jahre, die es gebraucht hat, um mir mein Leben zurückzuholen.
Drei Jahre, nach denen ich endlich wieder sagen kann, dass ich glücklich bin.
Drei Jahre mit täglichen Kämpfen gegen den eigenen Körper.

Ich denke, die meisten in meinem Umfeld wissen gar nicht, was für ein Glück ich wirklich habe, solch eine Willenskraft zu besitzen. Es gibt nur wenige Menschen, die sich aus den Klauen einer Angsterkrankung befreien können.
Viele von Ihnen haben seit Jahren nicht ihr Haus verlassen, aus Angst.
Angst vor dem Draußen sein, vor der Weite, vor den Menschenmassen, vor dem Gefühl, Angst zu haben.
Vor dem Gefühl der Unwirklichkeit, das einen überfällt. Das von oben auf sich selbst herunter gucken.
Das Bewusstsein kann falsch gepolt viel Schaden anrichten, ohne dass man etwas dafür kann.

Stellt euch vor, wie es sich anfühlt, wenn euch das Gehirn falsche Tatsachen vorspielt, in diesem Fall nackte Angst.
Das Herz rast, man bekommt kaum Luft, die Welt sieht plötzlich unnatürlich scharf und grell aus, man möchte flüchten.
Aber man kann nirgendwohin flüchten oder vor einer Sache weglaufen, denn da ist nichts.
Und natürlich weiß man, dass dort nichts ist, aber in einer Paniksituation kann man nicht besonders gut denken oder ruhig bleiben, während der Puls in den Ohren pocht.

Ich weiß nicht, ob man wirklich nachvollziehen kann, wie sich das anfühlt, wenn man sowas nie hatte.
Und genau so gut könnten mich die Leute für verrückt erklären, aber wer mich kennt, der weiß, dass ich eigentlich ein ganz normaler Mensch bin.

Es ist schwer, zu beschreiben, wie sich Panikattacken wirklich anfühlen, das war nur ein Versuch.
Noch viel schwerer ist es aber, dagegen anzukämpfen.
Am Anfang waren es mindestens 20 Panikattacken am Tag, die ich über mich ergehen lassen musste.
Sie kamen in den unmöglichsten Situationen, also schien es keinen bestimmten Auslöser zu geben.

Biologisch betrachtet ist es relativ einfach erklärbar: Dadurch, dass es mir zwei Monate ununterbrochen schlecht ging, haben sich meine Angstrezeptoren umgepolt.
Sie konnten nicht mehr erkennen, wann Gefahr für meinen Körper lauerte. Dadurch waren sie einfach die ganze Zeit in Betrieb (ich denke mal, das ist dann eine übermäßige Ausschüttung von bestimmten Transmittern) und mein Körper war dauerhaft in Alarmbereitschaft.
Und wenn man einmal so eine Attacke erlebt hat, ist es nur logisch, dass man Angst vor der Nächsten bekommt.
So konnte mein Körper auch nicht mehr zur Ruhe kommen, als es mit der Diabetesbehandlung bergauf ging.

Ich konnte nicht mehr aus dem Haus, ohne dass eine Panikwelle mich überrollte.
Selbst im Haus gab es nur einen Ort, wo ich mich sicher fühlte. Mein Zimmer. Genauer gesagt mein Bett, meine Insel.
Und als ich dann selbst dort Panik bekam, brach natürlich eine Welt für mich zusammen.
Wenn man sich nirgendwo sicher fühlen kann, ist das ein furchtbares Gefühl.

Die letzten 3 Jahre habe ich neben der Schule versucht, diese Sicherheit zurückzugewinnen.
Ich musste oft nach Hause, da ich es in der Schule oder in der Öffentlichkeit nicht mehr aushielt, was sehr frustrierend war.
Es fühlte sich jedes Mal nach Versagen an.

Ich weiß, dass andere Angstpatienten und meine Therapeutin mich für meine Willensstärke bewunderten, aber es fühlt sich nicht nach einem Sieg an, wenn man Dinge erreicht, die für andere Menschen jeden Tag das Normalste auf der Welt sind.
Ich war im Kino ohne eine Panikattacke – wow.
Oder: Ich habe eine Panikattacke überstanden, ohne zu verweifeln.
Es fällt schwer, auf solche Dinge stolz zu sein. Vor allem, wenn die meisten deiner Mitmenschen nicht mal etwas davon mitbekommen oder einfach nicht verstehen, wie hart dieses unsichere Leben für mich war.

Psychische Probleme finden in unserer Welt zwar mehr und mehr einen Platz, aber trotzdem ist es noch ein Thema, über das nicht genug geredet und aufgeklärt wird.
Viele sind immer noch der Meinung, Mädchen würden essgestört werden, um dünn zu sein. Dabei resultiert das meist aus ganz anderen Problemen.
Genau deshalb hatte ich Angst, davon zu erzählen, denn ich wollte nicht als ‚irre‘ abgestempelt werden, wenn ich das nicht war. Menschen, die sich mit solchen Erkrankungen auskennen, wissen, dass Adjektive wie mutig oder willensstark viel besser zu mir passen.

Als wir letzte Woche unsere Prüfungsergebnisse für die Abiturprüfungen bekamen, wurden die Schüler mit einem Einser-Abi geehrt, denn das ist natürlich eine Leistung.
In meinem Kopf aber habe ich auch mir selbst applaudiert, denn auch wenn mein Abitur unter den Umständen etwas gelitten hat, habe ich doch sehr, sehr viel erreicht.
Und als einige meiner Mitschüler vor Freude weinten, musste ich auch das ein oder andere Tränchen verdrücken.
Nicht aus Freude über die gute Note, sondern darüber, dass ich so weit gekommen bin.
Von ganz unten nach weit oben, endlich wieder glücklich.

Die letzten drei Jahre waren wohl die Härtesten meines Lebens und doch würde ich die Zeit nicht zurückdrehen wollen.
Meine letzte Panikattacke hatte ich im Februar und auch wenn es immer noch Dinge gibt, die ich lieber meide, geht mein Kampf weiter.

Und ich bin die Gewinnerin.





We must keep on stepping and I will.


Hey ihr Lieben,

Heute schreibe ich über ein Thema, welches mir sehr am Herzen liegt.
Fast jeder von uns musste schon einen Schicksalsschlag verkraften und fast jeder von uns hat sich schon mal unendlich traurig und verloren gefühlt.

Natürlich gibt es Dinge, die nur jemand nachvollziehen kann, der sie selbst erlebt hat, aber glaubt mir, ihr seid niemals allein.
Und wenn ihr auch gerade eine schwierige Phase durchmacht, gebt nicht auf.
Es wird immer besser, wenn man kämpft und versucht, das Leben zu genießen. Wirklich.

Manche Tage fühlen sich einfach dunkel an, traurig, und manchmal ist es schwer, dort wieder herauszukommen.
An manchen Tagen fühlt man sich schwach, allein oder nutzlos.
Und es wird keinen Menschen geben, der so ein Gefühl nicht kennt.
Und es wird keinen Menschen geben, der dieses Gefühl gern mag.

Jeder hasst es, schwach zu sein.
Aber es ist manchmal völlig okay, solange man die Hoffnung nicht aufgibt.
Alles in sich hineinfressen wird niemals helfen, sich besser zu fühlen.

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Wenn es dir schlecht geht, vertraue es Jemandem an. Irgendwer ist immer für dich da.
Wenn du das Gefühl hast, du kommst allein nicht mehr mit deinen Problemen klar, besiege deinen Stolz und lasse dir helfen.
Das wird dich irgendwann auch sehr stolz machen.
Alle schlechten Zeiten haben irgendwann ein Ende, auch wenn der Weg dahin schwer ist - gespickt mit Zweifeln, mit Rückfällen, mit Hass, mit Wut und vielen anderen negativen Gefühlen.

Es wird nie einfach sein, wenn man unglücklich ist und das ändern möchte.
Aber wenn man damit anfängt, den langen Weg zum Glück zu gehen, dann hat man schon die erste harte Hürde geschafft - den Start in etwas Neues.
Selbst wenn nur du diesen Start wahrnimmst und Andere noch nicht.
Denk immer dran: DU willst das schaffen, nicht andere. DU willst glücklich sein.

Und ganz viele andere Menschen wollen dich auch glücklich sehen. Sie stehen hinter dir, bereit dir zu helfen, wo und wenn sie es können. Trau' dich und lass es zu.
Schwäche zu zeigen, ist das Mutigste, was man tun kann.

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Es ist auch schwer, nur an das Positive zu denken und damit zufrieden zu sein, was man bereits geschafft hat.
Aber genau das ist auch wichtig.
Erinnere dich immer wieder daran, wenn du etwas geschafft hast.
Setze dir realistische Ziele.
Und freu' dich, wenn du weiter die Stufen hinaufsteigst.
Und wenn es mal wieder nicht klappt, verzweifel nicht daran, sondern probiere es jeden Tag aufs Neue.
Du schaffst das.

Es ist auch völlig in Ordnung, an manchen Tagen einfach traurig zu sein und sich schlecht zu fühlen.
Das gehört dazu. Habe dennoch immer dein Ziel vor Augen.

Ich hasse es, wie wir alle unter unserer Gesellschaft leiden, manche mehr, manche weniger.
Dieser Druck, der Norm zu entsprechen - schön sein, schlank sein, beliebt sein, cool sein.
In der Masse mitschwimmen.
Aber wer hat diese Schönheitsideale erfunden? Warum kann nicht jeder sein eigenes Ideal mögen? Warum werden wir mit diesen Idealen erzogen? Und wie kommt man da raus?

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Ich finde das sehr schwer.
Ich möchte Jedem gegenüber tolerant sein, alle respektieren so wie sie sind und froh sein, dass sie sich nicht entmutigen lassen, ihre Ideale zu leben.
Ich möchte nicht Neid oder Hass fühlen, sondern mich für andere freuen.
Ich möchte nicht falsch sein müssen, um das zu erreichen, was ich möchte.
Ich möchte keine Lügen, keine Intrigen, kein Lästern.

Aber wirklich so zu sein fällt mir verdammt schwer.
Ich ertappe mich jedes Mal wieder dabei. Ich glaube, so ganz kann ich mir diese menschliche Natur nie abgewöhnen, doch ich bin froh, wenn ich es schaffe, meine Ideale zu leben, die gar nicht viel anders sind als die der Masse.
Und ich bin froh, dass das respektiert wird.


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Zurück zum eigentlichen Thema.
Ich finde es furchtbar, wie die Gesellschaft manche Menschen so verbiegen kann, dass sie sich in Dinge reinsteigern.
In Angst.
Angst, zu viel zu wiegen, oder Angst, zu hässlich zu sein. Angst, nicht akzeptiert zu werden.

Und es ist einfach traurig, wenn ich dann diese Menschen sehe, abgemagert bis auf die Knochen mit einem völlig verdrehten Selbstbild, die verlernt haben, sich selbst zu lieben, weil es ihnen nicht beigebracht wurde.
Menschen, die sich selbst verletzen, weil sie all den Schmerz und die Traurigkeit nicht aushalten und die nicht weiterwissen.

Ich würde so gern euch allen helfen.
Das kann ich nicht und es würde mir sicher auch nicht gut tun, denn wie ihr euch vielleicht denken könnt, macht mich dieser Weltschmerz manchmal sehr traurig.
Ich lasse viele Dinge zu nah an mich heran, seit ich weiß, wie es sich anfühlt, ganz unten zu sein.

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Aber an euch, die ihr betroffen seid - Ich glaube an euch. Ich denke an euch. Ihr seid mir wichtig.
Ich hoffe, ich konnte euch mit dem Text und den Bildern motivieren.
Vergesst nicht, ihr werdet geliebt.


Und an die, die die Welt ein Stückchen besser machen wollen:
Versucht, Leute zu akzeptieren, die ihr nicht versteht.
Versucht, sie nachzuvollziehen - vielleicht versteht ihr sie bald besser, als ihr dachtet.
Nur weil etwas ungewohnt ist, ist es nicht komisch.
Lasst die Menschen leben, wie sie wollen.

Ignoriert Menschen, die euch verbiegen wollen, die euch nicht akzeptieren wollen.
Löst euch von den Menschen, die euch nie gut tun werden.
Resepektiert sie trotzdem und versucht, euch keinen Kopf zu machen.

An dieser Stelle ein Danke, an all die Menschen, die immer hinter mir stehen und mich in meinen schwierigsten Phasen unterstützt haben.
Ohne euch wäre ich nie wieder an dem Punkt angelangt, an dem ich aus vollem Herzen sagen kann, dass ich glücklich bin.
Danke.

(Der Post stammt vom 1.10.2012, wurde aber erneuert)



Happy first Advent!

01 Dezember 2013 | / / | 9 Kommentare

Wer meinen alten Blog gelesen hat, der kennt sicher noch meine Motivationsposts, in denen ich aufgelistet habe, was in der Woche oder an bestimmten Tagen positiv war.
Manchmal hat man ja so Tage, an denen man das Gefühl hat, die ganze Welt hat sich gegen einen verschworen und klar, wer dann pessimistisch denkt, dass der Tag nur noch doof weiterlaufen kann, der findet tatsächlich an diesem Tag noch viele Dinge, die ihn stören.
Außerdem nehmen wir Vieles einfach viel zu selbstverständlich hin und erfreuen uns kaum noch an den kleinen Dingen im Leben. 
Ein nettes Gespräch, der Geschmack vom Schokoriegel in der Pause oder der Vogel, der vorm Fenster sitzt und sein Lied singt.

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Mittlerweile bin ich ziemlich gut darin geworden, über den Tag hinweg solche kleinen Dinge zu bemerken.
Gesammelt ergeben sie dann entweder schöne 24 Stunden oder eben Tage, an denen Manches nicht gut lief, das aber keineswegs den Weltuntergang einläutet.

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Trotzdem möchte ich die Reihe gern wieder aufnehmen, denn gerade in den Wintermonaten jammert man ja gern mal. Sei es über den Schnee, die Kälte oder die statisch-aufgeladenen Haare.

Da ich diese Woche krank war, werde ich die Woche davor noch mit hineinnehmen.
Es würde mich freuen, wenn ihr Lust hättet, mitzumachen, und mir in den Kommentaren oder einem Blogpost mitteilt, was eure liebsten Momente der letzten Woche waren!


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  • Meine neue Kamera - die Nikon D7000 mit dem 50mm 1.8 Objektiv
  • Schokocroissants zum Frühstück
  • Weihnachtsdeko (meine Engelchen-Lichterkette ♥)
  • Eine schöne Geburtstagsfeier einer Freundin (Wrecking Ball!)
  • Gute Klausuren in Deutsch, Geschichte und Religion
  • Ein neuer (und mein erster) Eyeliner
  • Ein interessantes Thema für das Kunstreferat
  • Ben & Jerrys Eis
  • Mit einer Gesichtsmaske entspannen


Das sind ein paar Anregungen. Vermutlich sollte ich doch wieder vernünftig anfangen, zu sammeln. 
Leider gehen so kleine Erinnerungen auch recht schnell verloren...

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Weiterhin nehme ich an einer Dezember-Blogparade teil, die euch die Zeit bis Weihnachten versüßen soll.
Klickt euch einfach jeden Tag auf den jeweiligen Blog und schaut, was für euch vorbereitet wurde!


 
      
(Äh ja, mein Blog heißt jetzt leider Journal to her Dreams... Wie auch immer, ich hatte keine Zeit, einen eigenen Kalender zu machen und ansonsten ist dieser hier von Vivien ja wirklich schön... Nur ich finde, darauf sollte man schon besonders achten!)

hfa





Some people feel the rain, others just get wet.


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Draußen. Du inhalierst die kalte Luft, atmest langsam ein und aus, völlig entspannt. 
Ein leichtes Lächeln umspielt deine Lippen, denn es fühlt sich gut an, eins mit der Natur zu sein. Allein bis auf die neugierigen Vögel, die dich beäugen und sich zwitschernd mit den Anderen unterhalten. Sie haben keine Angst, denn du gehörst zu ihnen, in gewisser Weise bist du sogar ein Teil von ihnen.
Ein Teil eines großen Ganzen.

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Du nimmst dir Zeit, alles genau anzusehen und entdeckst Dinge, die dir sonst nie auffallen, weil du nur an ihnen vorbeirauschst, die Zeit im Nacken.
Heute stellst du fest, wie schön es eigentlich um dich herum ist.
Was für wahnsinnige Dinge die Natur geschaffen hat.

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Wenn man sich so vorstellt, dass alles über Tausende von Jahren gewachsen ist und sich zu dem entwickelt hat, was es heute ist, kommt man sich klein vor. Aber nicht unsicher, sondern geborgen.
Und man weiß plötzlich, dass dieses Gefühl durch eine Zugehörigkeit ausgelöst wird, die man eigentlich schon vor tausenden Jahren vergessen hat.

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Es hat sich so viel verändert, aber diese Zugehörigkeit bleibt.
Ist das nicht beruhigend zu wissen?

DVD Tipp: Wüstenblume - die Biografie von Waris Dirie


Der November ist bekanntlich der "Regen und Sturm"-Monat schlechthin - auch während ich tippe, regnet es draußen in Strömen.
Was ist da schöner, als sich gemütlich in eine warme Decke einzukuscheln, Tee zu trinken und einen Film zu schauen (oder ein Buch zu lesen)?
Im November gehört das jedenfalls zu meinen Highlights, um trotz des ekligen Wetters motiviert zu bleiben!
Falls ihr also schöne Filme, Bücher oder Serien zu empfehlen habt - immer her damit!

Diesen Monat möchte ich euch also ein paar meiner liebsten Bücher und Filme vorstellen, vorzugsweise diese, die nicht unbedingt so bekannt sind.

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Heute stelle ich euch Wüstenblume vor, die Biografie von Waris Dirie, ein Topmodel, welches in den Neunzigern weltberühmt wurde.
Allerdings ist ihre Lebensgeschichte ganz anders, als man sich nun vorstellt.

Sie wurde in Somalia geboren und ist mit 13 Jahren quer durch die Wüste geflüchtet, um nicht zwangsverheiratet zu werden.
Ihr Onkel, ein somalischer Botschafter für das Vereinigte Königreich, suchte zu dieser Zeit ein Dienstmädchen für die Botschaft in London. So gelangte Waris schließlich nach England, wo sie von dem Starfotografen Terry Donaldson in einem Imbiss entdeckt wurde. Dazwischen liegt eine lange Zeit voller Leid, welche ich nun aber nicht näher erläutern möchte.

Als ihre Karriere am Höhepunkt angekommen war, erzählte sie in einem Interview erstmals über die Tradition der Genitalbeschneidung bei Mädchen, ein Skandal, um den sich auch dieser Film dreht.

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Bevor ich den Film das erste Mal sah, hatte ich bereits zwei von Waris Diries Büchern gelesen, Wüstenblume und Nomadentochter.
Ich empfehle es sehr, diese Bücher zu lesen, denn Erstens behandeln sie ein Thema, über welches man Bescheid wissen sollte und Zweitens haben mir diese Bücher die Augen geöffnet, das Glück zu erkennen, in dem wir leben. Ein Dach über dem Kopf, fließendes Wasser, aber vor allem - Freiheit.
Das schätzen zu lernen, wenn man es immer wie selbstverständlich hatte, ist gar nicht so einfach. 
Vermutlich gibt es Menschen, die darüber überhaupt nicht nachdenken.

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Wie ihr seht, verleiten Bücher und Film dazu, sehr viel nachzudenken.
Ich bin sehr dankbar, dass Waris Dirie ihre bewegende Geschichte mit uns geteilt hat. 
Für mich ist sie eine Heldin und gleichzeitig eine Art Idol.
Sie hat wirklich für ein besseres Leben gekämpft und war so oft kurz vorm Scheitern. 
Aber aufgegeben hat sie nie - und irgendwann hatte sie dann Erfolg und nun so viel mehr, als sie je haben wollte.
Aber auch diese Chance nutzt sie, um ihr wichtige Themen der Öffentlichkeit zu präsentieren.

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Abschließend ist mir wichtig, zu erwähnen, dass es nicht nur irgendeine "Vom-Tellerwäscher-zum-Millionär"-Geschichte ist, sondern auf die Missstände unserer Welt hinweist, über die wir Menschen Bescheid wissen sollten.
Es ist furchtbar, dass unschuldige, kleine Kinder für ein Ritual verstümmelt werden und ein Leben lang darunter zu leiden haben, psychisch wie auch physisch.

Und ich hoffe, dass ihr euch den Film anschaut oder die Bücher lest und sie auch ein wenig verbreitet, um zu helfen, dieses Thema wieder in die Öffentlichkeit zu rücken.





A smooth Sea never made a skilled sailor.

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Licht und Schatten.

Nein, ihr war nicht kalt. Ihr war traurig und hoffnungslos. Aber das war ein guter Anfang.
"Bevor du da warst, war es kalt in mir. Als wären alle meine Gefühle verschwunden oder jedenfalls tiefgefroren. Jetzt fangen sie langsam wieder an, aufzutauen, und ich hätte nie gedacht, dass gerade derjenige, der diese Gefühle wecken kann, ebenfalls der ist, der mir helfen muss, mit ihnen umzugehen."
Sie wusste, dass diese Worte sich in seinen Erinnerungen festsetzen würden, denn sie waren mehr, als sie sonst von sich Preis gab.
(Gedankenfetzen aus 'Tagebücher gibt es nicht mehr')

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Glück und Traurigkeit.

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Mut und Angst.

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Leben oder Existieren.

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Nicht verstecken, sondern nach Möglichkeiten suchen.